2009
08.01

Marsmonde

Der Mars ist ein erdähnlicher Planet und verfügt als Planet im inneren Sonnensystem über zwei Monde – Phobos und Deimos, auch “Furcht” und “Schrecken” genannt. Es ist anzumerken, dass die Monde stets nach griechischen Sagengestalten benannt werden. Es handelt sich hierbei um zwei Sklaven des griechischen Kriegsgottes Ares, die dessen Kriegswagen zogen.

Beide Monde wurden im Jahre 1877 durch den amerikanischen Astronomen Asaph Hall entdeckt. Allerdings gelang es bereits 1750 dem bekannten Philosophen und Wissenschaftler Voltaire, ihre Existenz (fiktiv) zu benennen. Bemerkenswert ist die weitgehende Überschneidung von Charakteristika und Bahndaten des realen Vorbildes mit der literarischen Umsetzung. Zwanzig Jahre zuvor wurden die Monde erstmals im Roman “Gullivers Reisen” benannt.

Interessant ist desweiteren, dass beide Monde in ihrer aktuellen Form nicht ewig existieren werden. Durch die Wechselwirkung der Gezeiten wird Phobos in einigen Millionen Jahren auf den Planeten stürzen. Dies hängt mit der wesentlich kürzeren Umlaufzeit des Planeten im Verhältnis zu der des Mars zusammen, zumal er nur 6000km vom Mars entfernt ist. Dadurch kann das Magnetfeld des Mars, welches schwach ausgeprägt ist, den Planeten immer weiter anziehen. Indessen droht dem anderen Mond Deimos das gegensätzliche Schicksal – durch seine etwas längere Umlaufzeit wird er irgendwann der Anziehungskraft des Mars entfliehen und aus seiner natürlichen Umlaufbahn ausgestoßen.

Beide Monde sind im Laufe der wissenschaftlichen Erforschung ins Blickfeld gerückt, weil Wasservorkommen auf ihrer Oberfläche vermutet werden. Inwieweit dies Spekulation ist, werden die kommenden Expeditionen zeigen.

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