08.01
Der Mars, als vierter Planet in unserem Sonnensystem und von den alten Römern nach ihrem Kriegsgott benannt, besitzt zwei Monde, von denen der Innere, Phobos, der interessantere ist.
Er und sein Bruder Deimos wurden erst im Jahr 1877 vom amerikanischen Astronomen Asaph Hall entdeckt. Diese doch recht späte Entdeckung wird wohl auf die geringe Größe der beiden Monde, nämlich im Durchmesser 22 und 12 Kilometer zurückzuführen sein, da die damaligen Teleskope nicht solche Leistungen brachten wie die heutigen.
Phobos, der innere Mond umrundet den Mars in einer Höhe von etwa 9000 Kilometern und das in 7 Stunden und 39 Minuten und geht daher pro Marstag zweimal auf und zweimal unter.
Glaubt man den Astronomen, so sieht er aus wie eine schlecht gewachsene Kartoffel und nicht so rund wie unser Mond. Vermutlich hat die Entstehung beider Monde nichts mit der Entstehung des Planeten zu tun, sondern wurden als Asteroiden irgendwann von ihm eingefangen. Die Oberfläche ist mit Kratern übersät, bietet aber ansonsten, vor allem den Hobbyastronomen, keine nennenswerten Besonderheiten.
Die Zukunft von Phobos ist keine Gute, denn durch seine Spiralbahn in Richtung Mars, er verringert pro 100 Jahre den Abstand vom Mars immerhin um 9 Meter, wird er nach den Gesetzen der Astrophysik in etwa 50 Millionen Jahren mit einem Crash auf der Planetenoberfläche sein Dasein beenden. Es ist aber auch möglich, dass er vor dem Absturz von den Gezeitenkräften des Mars zerrissen wird und einen vorübergehenden Marsring, bestehend aus den Überresten des Mondes, bildet, der aber nach einiger Zeit wieder verschwindet.
Im Vergleich der beiden Monde zeigt sich, dass Phobos, schon aufgrund seiner Oberflächengestaltung, der weitaus interessantere ist und auch von der NASA als möglicher Landeplatz und Basis für zukünftige Marsmissionen favorisiert wird.
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